Kollageninduktion mit dem Dermaroller
Die Kollagen-Induktions-Therapie (CIT) ist eine Behandlungsform zur Verbesserung der Hautstruktur z.B. bei Narben, Aknenarben, Schwangerschaftsstreifen, etc, die in ca. 30 Minuten durchgeführt werden kann. Dazu werden Dermaroller mit unterschiedlichen Nadellängen von 0,5 bis 1,5 mm und verschiedene Rollerkopfbreiten von 10 bis 20 mm eingesetzt. Da Behandlungen mit Nadellängen von 0,25 mm und darüber hinaus leichte Schmerzen verursachen, muss das zu behandelnde Hautgebiet vorher anästhesiert werden. In der Regel wird die örtliche Betäubung mit dem Auftragen von Anästhesiecrèmes durchgeführt.
Die Kollagen-Induktions-Therapie stimuliert die Regenerationsfähigkeit der Haut. Dies wird dadurch erreicht, dass die Mikronadeln kleinste Verletzungen in der Haut setzen, die darauf mit einer ganzen Kaskade von Regenerationsprozessen reagiert: es werden u.a. Wachstumssignale an undifferenzierte Zellen weitergeleitet und es kommt zur Teilung von Zellen mit unterschiedlichen Aufgaben zur Reparatur der mikroskopisch kleinen Wunden. Eine wesentliche Rolle dabei spielen die Fibroblasten, die aufgrund ihrer genetischen Programmierung sofort mit der Produktion von Kollagen- und Elastinfasern beginnen um die Wunden zu verschliessen. Diesen Vorgang nennt man Neo-Kollagenese.
Parallel dazu spielen sich in den kleinsten Blutgefässen, den Kapillaren, ähnliche Prozesse ab. Ihre Innenverkleidung, das Epithel, reagiert auf die von den Mikronadeln gesetzten Reize in Form von Wachstum. Epithelzellen teilen sich und sprossen zu neuen Kapillaren aus. Diesen Vorgang nennt man Neo-Angiogenese.
Das Hautbild ist unmittelbar nach einer Kollagen-Induktions-Therapie mild gerötet, ähnlich wie nach einem leichten Sonnenbrand. Die Rötung ist i.d.R. beim hellen Hauttyp in 1 bis 2 Tagen abgeklungen. Weiter Nebenwirkungen sind nicht bekannt.
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leichte Rötung nach der Behandlung |
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