Peelings
Peelings können entweder chemisch oder physikalisch gemacht werden. Bei swissestetix verwenden wir ausschliesslich chemische Peelings. Dabei werden Substanzen auf die Haut aufgetragen, die einen mehr oder minder starken Schäleffekt haben. Entsprechend sind die zu erwartenden Risiken und Nebenwirkungen stark von der Art des Peelings abhängig. Grundsätzlich gilt für alle chemischen Peelings, dass sie auf keinen Fall mit den Augen oder Schleimhäuten in Kontakt kommen dürfen!
Oberflächliche Peelings greifen die Haut nur schwach an und führen daher selten zu Nebenwirkungen. Während der Behandlung kann es zu leichtem Brennreiz und Hautrötung kommen. Nach der Behandlung ist normalerweise keine Hautabschuppung zu erwarten. Bei einer begrenzten Anzahl von Patienten (ungefähr 2%), mit dünner trockener Haut, kann es zu einer Art papulöser Reaktion am zweiten oder dritten Tag nach dem Peeling kommen. Eine spezifische Behandlung ist normalerweise nicht angezeigt, da die Papeln nach einigen Tagen von selbst verschwinden.
Mitteltiefe Peelings basieren zumeist auf Trichloressigsäure (TCA), die in unterschiedlichen Konzentrationen auf die Haut aufgetragen wird. TCA wirkt ätzend und führt zu einem starken Schäleffekt der Haut. Während der Behandlung kommt es zu einem starken Brennreiz. Die Haut wird zunächst rot und danach gräulich-weiss. Bei tieferen Behandlungen mit TCA kann eine vorherige Anästhesie nützlich oder sogar notwendig sein. Nach der Behandlung kommt es in der Regel zu einer mehr oder minder starken Schwellung des Behandlungsbereichs. Ebenso ist in der Regel eine starke Hautrötung sichtbar. Dieser Effekt hält ca. eine Woche an. Danach klingt er von selbst ab. Die Hautschuppung ist meist stark ausgeprägt und manchmal besteht Juckreiz. Es ist von äusserster Wichtigkeit, die Schorfstellen nicht abzukratzen, da sonst bleibende Narben entstehen können.
Tiefe Peelings werden fast ausschliesslich mit Phenol gemacht, einer äusserst aggressiven Substanz, deren Einsatz grosses Wissen und ein gebührliches Mass an Vorsichtsmassnahmen voraussetzt. Grossflächige Phenol-Peelings sollten nur in einem Zentrum mit Überwachungsmöglichkeit durchgeführt werden. Aufgrund der Aggressivität von Phenol ist eine Anästhesie des Behandlungsbereichs fast zwingend. Während der Behandlung kommt es fast sofort zu einer weiss-gräulichen Verfärbung der Haut. Schmerzen können trotz Anästhesie vorhanden sein. Nach der Behandlung kommt es innerhalb der ersten drei Tage zu einer ausgeprägten Hautrötung, Schwellung und Schuppung, die während ca. einer Woche präsent ist und an verbrannte Haut erinnert. Die Krustenbildung ist sehr stark. Trotzdem ist eine Narbenbildung mit Phenol weitaus seltener als bei einem tiefen Peeling mit TCA. Während der ersten Woche nach einem tiefen Peeling sollte man auf alle gesellschaftlichen Verpflichtungen verzichten.
